Konzertreview #4_9

Der Pott rockt – Placebo und andere Bands in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen am 25.08.12 © Luzie

Wer schon einmal einen Konzertbericht von mir gelesen hat, weiß, dass ich darin immer auch vieles erwähne, was mit dem Auftritt meiner Lieblingsband nur am Rande etwas zu tun hat (oder gar nichts). Das wird diesmal nicht anders sein, denn ich schreibe diese Berichte ja nicht nur für euch, sondern auch für mich, damit ich mich, wenn ich noch älter bin, besser an diese verrückte Zeit zurückerinnern kann.

Verrückt war vor allem die Woche vor Rock im Pott, allerdings nicht im positiven Sinne. Der Wiedereinstieg in die Arbeit nach dem Urlaub war ganz schön hart; hinzu kam, dass meine Freundin mir ein paar Tage vor dem Event mitteilte, dass sie nicht mitkommen kann. So kurzfristig war leider niemand zu finden, der für sie einspringen konnte, und deshalb machte ich mich mit eher gemischten Gefühlen und vor allem recht müde freitagnachmittags auf ins Ruhrgebiet. Erfreulicherweise lotste mich mein Navi um fast alle Feierabendstaus und Unfälle herum, sodass ich nach nur vier Stunden das Hotel erreicht hatte. Ich wurde supernett empfangen, das Zimmer war wunderschön (zwei Betten nur für mich, yay!), WLAN im gesamten Hotel kostenlos – einem gemütlichen Abend im Hotelbett mit Keksen, meinem Compi und dem Livestream des Placebo-Konzerts in Paris in Gesellschaft meiner virtuellen Freunde stand nichts im Wege. Dachte ich.

Falsch gedacht. Der WLAN-Hotspot wurde von meinem Notebook zwar sofort erkannt und ruckizucki hieß es „verbunden“. Das war’s dann aber auch, denn mit keinem Browser klappte es, tatsächlich ins Internet zu gelangen. „Kein Internetzugriff“ hieß es immer und selbst die Wunderwaffe, die sonst immer wirkt (Computer runterfahren und neu starten), versagte kläglich. Auch ein Telefonat mit dem Computerexperten zu Hause brachte nicht den gewünschten Erfolg. Er könne keine Ferndiagnose stellen, meinte er. Also musste ich die nette Dame von der Rezeption belämmern, die wirklich sehr geduldig war und sich nach Kräften bemühte, meinen Computer von seiner Weigerung, mich mit Google & Co. zu verbinden, zu befreien. Aber es war alles vergebens und während ich es einigermaßen mit Fassung trug (es passte ja nur zu gut zu dieser beschissenen Woche), war es der Rezeptionistin wohl irgendwie peinlich, dass ihr Hotel mit „kostenfreiem WLAN in allen Zimmern“ wirbt und es dann doch nicht überall funktioniert. Außerdem tat es ihr auch ein wenig leid, dass ich ganz allein so weit gefahren war und jetzt nicht mal diese Konzertübertragung anschauen konnte. Schlussendlich fuhr sie nach Hause, um ihr privates iPad zu holen, damit ich darauf Placebo bei Rock en Seine genießen konnte! DAS ist Service! Bloß dass das iPad den Videostream nicht abspielen konnte, warum auch immer. Ältere Konzerte auf derselben Seite konnte man problemlos anschauen, nicht aber den Livestream aus Paris. Und bei den Internet-Radiosendern, die das Konzert übertrugen, funktionierte ebenfalls nichts. Na prima! Immerhin konnte ich mich mit dem iPad im Forum einloggen, aber was ich dort las, deprimierte mich noch mehr: Brians Stimme klingt, als sei er erkältet, schrieben die Leute, und er selber soll gesagt haben, er hätte einen Frosch im Hals. Oh weh, ich machte mich auf das Schlimmste gefasst und verkrümelte ich mich gegen 22.30 Uhr vollends gefrustet ins Bett.

Immerhin schlief ich gut und wurde beim Frühstück so richtig verwöhnt mit allem, was das Herz begehrt. Der Plan war, einen kleinen Stadtbummel durch Gelsenkirchen zu machen und so gegen 12 Uhr mit der S-Bahn zur Halle zu düsen. Kurz bevor ich das Hotel verlassen wollte, sah das bislang eher trübe Wetter auf einmal so aus, als ob man eher Sonnencreme als Schirm benötigen würde. Also fix eingecremt, Schirm aus der Tasche und Sonnencreme plus Hütchen rein.

So wirklich begeistert war ich von Gelsenkirchen-City nicht und als gerade eine Straßenbahn mit der Nr. 302 vorfuhr, beschloss ich spontan, da einzusteigen und doch schon gleich zur Arena zu fahren. Wenige Minuten später kam ich an dem riesigen Komplex an und musste mich nach einem kleinen Fußmarsch erst einmal durchfragen, wie ich zu „meinem“ Eingang, dem Tunnel 3 Ost, gelangte. Zum Glück waren an jedem Eingang und jeder Weggabelung schon Ordner eingesetzt und es befanden sich trotz der frühen Zeit schon etliche andere Besucher vor Ort, die ihre Warteschlange bereits gefunden hatten. Ich erreichte den Tunnel 3 Ost, nachdem ich die Arena fast komplett umrundet hatte, und erfreulicherweise waren dort schon Leute, die ich kenne und zu denen ich mich gesellen konnte. Allmählich ging’s aufwärts mit meiner Stimmung! Die Sonne lachte nur so vom Himmel und ich Bleichgesicht war froh um jede Wolke, die für ein bisschen Schatten sorgte. Wie gut, dass es nicht mehr ganz so heiß war wie noch ein paar Tage zuvor!

Einlass sollte um 13.30 Uhr sein, aber da irgendeine Band ihren Soundcheck noch nicht beendet hatte, verzögerte sich das Ganze. Nachdem das Warten eigentlich recht angenehm war, spannten sich meine Nerven (und wahrscheinlich die der anderen auch) ab 13.25 Uhr immer mehr an. Da standen wir nun mit unseren Konzertkarten in der Hand, es wimmelte nur so von Securities, die darauf warteten, Tickets abzureißen und Taschen zu filzen, aber wir durften einfach nicht rein. Oh Mann! 13.45 Uhr. Aus der Halle dröhnte es immer noch. Die Wolken wurden immer dichter und – es musste ja so kommen – es fing an zu schütten, aber wie! Meine Frisur hatte ja vorher schon durch den Sonnenhut gelitten, jetzt war da gar nichts mehr zu retten (Normalerweise sehe ich erst NACH einem Konzert so aus!) und als Brillenträger empfindet man so einen Guss wahrscheinlich als doppelt lästig. Wir waren in kürzester Zeit total durchnässt und die ließen uns einfach nicht rein! Dann endlich: Schleuse auf, Taschenkontrolle, und sofort kam der nächste Clou: EIN EINZIGER Mann verteilte an unserem Eingang die Bändchen für den Innenraum und der nahm erstmal null Rücksicht darauf, wer zuerst da war und wer sich vordrängelte. Ich hatte ‘nen Hals, Mensch! Kaum war das rote Bändchen um mein Handgelenk geklebt, sprintete ich wie die anderen durch den Tunnel, der in den Bauch der Arena führt. Als ich endlich im Inneren war, folgte das nächste Ärgernis (und ich meine damit nicht das Ordnungspersonal, das einen angefaucht hat, dass man nicht rennen soll): Das Dach, das eigentlich geschlossen sein sollte (laut demjenigen, der die Bändchen verteilte) stand noch offen, ergo regnete es auch in der Halle und die Barriere, an die ich mich nun klammerte, sowie der Boden waren klatschnass. Ganz zu schweigen davon, dass es keine Absperrung zwischen 1. FOS links und rechts gab – wozu also all der Stress beim Ticketkauf? Außerdem schien die Bändchenvergabe an den anderen Eingängen besser organisiert gewesen zu sein, denn allzu viel Platz war in der ersten Reihe nicht mehr und ich hätte gerne ein Stückchen weiter in der Mitte gestanden! Da stand ich also, klatschnass, Tasche klatschnass, die Gesprächspartnerinnen aus der Warteschlange meilenweit entfernt, doch zum Glück kam dann doch noch eine meiner Bekannten angeflitzt und stellte sich neben mich. Wah, was war ich gestresst und zugleich erleichtert! Nach dem Abtrocknen meiner Brillengläser stopfte ich mir erstmal einen Schokoriegel aus meiner nassen Tasche rein, um den Blutzuckerspiegel wieder auf Normalniveau zu bringen, und stülpte mir den gelben Sack, den ich dabei hatte, als Regencape über.

Danach ging’s dann aber wirklich nur noch aufwärts! Highlight Nr. 1: Der Regen ließ nach, noch bevor die erste Band spielte. Außerdem schloss sich das Dach Stück für Stück.

Um 15 Uhr eröffneten Kraftklub das Festival. Die fand ich klasse! Ich hätte nicht gedacht, dass ich so früh am Tage zu Sprechgesang mit frechen deutschen Texten herumhopse, aber es ging gar nicht anders! (Kaum wieder zu Hause, habe ich mir erst einmal ein Ticket für ihre Herbsttour besorgt.)

The Boss Hoss fand ich dann schon weniger beeindruckend, die machen einfach nicht die Musik, die mich anspricht, obwohl der Herr ganz links mit der Mini-Gitarre, Waschbrett und Löffel sowie diversen anderen Instrumenten mich häufig zum Schmunzeln brachte. Weniger begeistert war ich von der Tatsache, dass The Boss Hoss gut zehn Minuten länger spielten als geplant, denn dadurch wurde alles andere, also auch der Beginn des Placebo-Auftritts, zeitlich ebenfalls nach hinten verschoben. Immer wieder blickte ich sehnsüchtig zu den fünf Videotafeln, die hoch oben über der Bühne darauf warteten, herabgelassen zu werden…

Aber zuerst einmal galt es, Jan Delay & Disko No. 1 – im wahren Leben ebenfalls die Sorte Musik, die ich nicht freiwillig hören würde – zu überstehen, doch der Hamburger und sein Gefolge überraschten mich eher positiv. Allein schon die Farben der Klamotten der vielen Musiker auf der Bühne, alles überwiegend in blauen und rosafarbenen Pastelltönen gehalten, waren ein Hingucker und die drei die meiste Zeit (von mir aus gesehen) rechts geparkten Soulsängerinnen in ihren silbernen Paillettenkleidchen machten wie die anderen Musiker nicht nur rein optisch was daher. Man merkte schon, dass das alles Profis sind, und der Entertainment- und Mitreißfaktor war schon recht hoch. Allerdings schienen die vielen Musiker die Bühne gar nicht mehr verlassen zu wollen und spielten auch ein wenig länger als geplant.

Gegen 19.30 Uhr war es dann endlich soweit: „Leeloo“ startete! Und hörte nach wenigen Takten wieder auf. Gespannte Stille. Austausch besorgter Blicke mit meinen Nachbarinnen. Jesses! Zum Glück nur ein kurzer Hänger, dann ging’s wieder weiter. Aber nicht reibungslos, denn nach einiger Zeit herrschte wieder Stille und die fünf Videoleinwände wurden dunkel. Ich hatte echt Schiss, dass sich nun meine Serie der beschissenen Momente fortsetzt, ein angesichts der mehrfachen Unterbrechung des Intros wutschnaubender Brian Molko gar nicht erst die Bühne betritt und backstage von einem blitzschnell wirkenden Virus schachmatt gesetzt wird. Aber alles wurde gut. Der Rest von „Leeloo“ lief ohne Unterbrechung und noch bevor das Intro zu Ende war, standen Brian, Stef, Steve sowie Bill, Nick und Fiona auf der Bühne. Erleichterung! Umso mehr, als Brians Stimme, sobald sie bei „Kitty litter“ zu hören war, relativ normal klang.

Nach „Battle for the sun“ und „Every you every me“ erwartete ich gemäß der never-changing Setlist „Speak in tongues“, aber das wurde einfach übersprungen und die Band spielte stattdessen „Black-eyed“. Ich vermute ja, dass „Speak in tongues“ ausgelassen wurde, weil Brian momentan so seine Schwierigkeiten mit der Stimme hat, vor allem bei den höheren Tönen, und davon gibt es bei „Speak in tongues“ ja einige. Trotzdem schade, ich hätte dieses Lied gerne noch einmal gehört! (Wie war das mit der Pechsträhne?) „Special needs“ wurde mal wieder als „einer für die Damen“ angekündigt, aber im Vergleich zum Taubertal-Festival war Brian in der Veltins-Arena  wieder eher wortkarg. Dennoch schien die Stimmung bei allen gut zu sein.

Wo kamen eigentlich irgendwann – bei „For what it’s worth“? – die vielen aufgeblasenen Bälle mit „Lufthansa“-Aufdruck her? Einer landete sogar auf der Bühne, sodass Stef ihn wieder ins Publikum kickte.

Kaum waren die letzten Takte von „For what it’s worth“ gespielt, startete Nick mit der Elektroakustikgitarre das wunderschöne „I know“, das mich diesmal ganz besonders berührte. Um ganz ehrlich zu sein: Ich war den Tränen nah, so schön war dieser Moment, obwohl im Prinzip nichts anders war als sonst, aber trotzdem hatte dieses Lied an diesem Abend eine ganz besonders spezielle Wirkung auf mich. Das fetzige „Slave to the wage“ riss mich aus meiner Melancholie wieder heraus und ich hatte den Eindruck, dass „run away“ am Schluss extralang wiederholt wurde.

Als Brian dann die rote Gibson SG-Gitarre mit Tremolo gereicht bekam, fürchtete ich einen Moment lang, dass jetzt schon „The bitter end“ gespielt wird und ein paar der üblichen Songs weggelassen wurden, man war ja auch in Zeitverzug, aber zum Glück spielte die Band eines der Lieder, die es beim M’era Luna nicht zu hören gab, nämlich „Bright lights“, und danach folgte „Meds“, ein Lied, an dem ich mich wohl niemals satthören kann, und ich genieße die paar Minuten jedesmal so sehr! Das Lied, das Licht, Brians Körperhaltung, Stefs Verrenkungen und Steve, der trommelt wie das Tier aus der Muppet Show – für meinen Geschmack perfekt! Sogar Nick darf am Ende von „Meds“ sein Plätzchen im Hintergrund verlassen und an den vorderen Bühnenrand treten, aber wenn mich nicht alles täuscht, war er diesmal auch bei anderen Songs vorne oder zumindest in Stefs Umfeld. Sobald Brians letzter Seufzer bei „Meds“ verklungen war, war Schluss mit Schmachten und „Teenage angst“ lud wieder zum Tanzen ein.

Alles lief reibungslos, bis „Song to say goodbye“ begann. Da merkte Brian nämlich, dass seine Gretsch-Gitarre nicht funktionierte. Obwohl es dem Techniker nicht gelang, den richtigen Schalter umzulegen oder am richtigen Kabel zu schütteln, sodass Brians Gitarrenspiel hörbar wird, blieb der Musiker diesmal ziemlich cool. Er signalisierte zwar weiterhin, dass kein Ton der Gretsch zu hören ist, sang aber einfach weiter, bis er – so ziemlich gegen Ende des Songs – eine andere Gretsch gereicht bekam. Mit dieser zwirbelte Brian, als das Lied am Ausklingen war, vor dem Verstärker herum, um wirre Töne zu erzeugen, während Stef mit dem Publikum wieder „Welche Seite kann lauter schreien, die linke oder die rechte?“ spielte. Als alle gemeinsam zu seiner Zufriedenheit grölten, schlug er in die Saiten und „The bitter end“ startete.

Eine Pause gab es danach nicht, vermutlich um Zeit zu sparen, und  das großartige „Running up that hill“ setzte unmittelbar nach „The bitter end“ ein. Etwas befremdlich fand ich es auch diesmal wieder, dass Stef seine Gretsch White Falcon vor den Verstärker hielt, um diesem offenbar schräge Töne zu entlocken. Diese wunderschöne Gitarre mit dem großen, organisch geformten Korpus im „Oldschool-Style“ ist meiner Ansicht nach nicht das passende Instrument für dieses Spielchen, das empfinde ich wie einen Stilbruch. Eine solche Gitarre sollte man meiner Meinung nach vor seinem Körper tragen, damit die Zuschauer sie bewundern können, und sie sollte „warme“ Klänge produzieren, kein verzerrtes Gequietsche. Während ich mich noch wunderte, ging es weiter mit „Post blue“ und es wurde wieder mehr getanzt. Über „B3“ habe ich mich ganz besonders gefreut. Beim M’era Luna musste ich ja nach Hause gehen, ohne dass Placebo ihre neue Single gespielt haben (seltsame Marketingstrategie), aber diesmal, bei meinem vermutlich letzten Placebo-Konzert in diesem Jahr, spielten sie es wieder. Alles war gut. Dann kam auch schon das letzte Lied, „Infra-red“, aber bei dieser Nummer voller Energie KANN man gar nicht traurig sein, dass alles bald vorbei sein wird, man muss sich einfach dazu bewegen und mitsingen, zumindest mein Körper fühlt sich jedesmal dazu genötigt.

Dann das Übliche: Brian legt die Klampfe beiseite, kniet sich an die Gitarrenpedale und dreht an irgendwelchen Knöpfchen, Stef verfährt einen Moment lang genauso, Steve kommt nach vorne, grinst wie ein Honigkuchenpferd, wirft Drumsticks in die Menge, Stef winkt und klatscht, kommt nach links, Brian hockt derweil immer noch am Boden, dann kommen Fiona, Bill und Nick nach vorne, man klatscht, fasst sich an den Händen, verbeugt sich und rauscht ab. Finito. Ende Gelände. Was ist stärker – das post gig high oder der post gig blues?

Kaum hatten Placebo die Bühne geräumt, wurde es richtig eng. Die Fans der Red Hot Chili Peppers drängten nach vorne. Ich hatte ohnehin vor, mir Anthony Kiedis & Co. von der Seite aus anzusehen, weil ich mich vorher noch ein wenig in der Halle umsehen und das Merchandise-Angebot in Augenschein nehmen wollte. Außerdem verspürte ich wenig Lust dazu, mich wie die Wurst in der Pelle wieder nach vorne zu quetschen. Die Zeit bis zum Beginn des Red Hot Chili Peppers-Auftritts empfand ich als ganz schön lang und obwohl die Bühne toll hergerichtet und ganz weit nach hinten geöffnet war und eine tolle Lichtshow den Gig begleitete, rissen mich die Peppers nicht vom Hocker. Ich war wohl viel zu tief drin in meinem persönlichen Placebo-Paradies; was diese Band an diesem Abend erreicht hat, konnte keiner toppen.

Der Weg zum Hotel war dann wieder ziemlich spannend. Zuerst einmal musste ich die S-Bahn-Station wiederfinden, was mir ganz gut gelang – allerdings war das eine ganz andere Haltestelle und nicht die, an der ich vormittags angekommen war. Immerhin fuhr dort die Linie ab, die mich nach Buer bringen sollte, und es dauerte nur ein paar Minuten, bis die Bahn kam. In Buer brauchte ich einen Moment, bis ich mich orientiert hatte, und lief dann ziemlich hurtig in Richtung Hotel, denn diese relativ leeren Straßen waren mir nicht so ganz geheuer. Ich hab wohl in meinem Leben zu viele Krimis gelesen und hatte ganz schön Schiss.

Es ist wohl auch dem kleinen Sprint zu verdanken, dass ich trotz wild tanzender Glückshormone in mir richtig gut schlafen konnte, aber nur bis um 6 Uhr morgens. Ab da konnte ich kein Auge mehr zutun. Also schnappte ich meinen Computer, denn ich wollte noch vor dem Frühstück, das erst ab 8 Uhr serviert wurde, anfangen, meinen Bericht zu schreiben. Doch was war das? Nach dem Hochfahren des Rechners öffnete sich auf einmal unten rechts ein Feld, das mir anzeigte, dass ich nun mit dem Internet verbunden bin und mein Computer es auch nutzen kann. Muss man nicht verstehen, oder?

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3 Antworten zu Konzertreview #4_9

  1. Chris schreibt:

    Ach Luzie…..danke…..dieser Bericht ist wieder einmalig. Das mit der Absperrung zwischen FOS links und rechts, hat mich am Bildschirm auch verwirt. Aber das drinnen alles nass war konnte man nicht erkennen. Naja, aber dann wurde ja doch noch alles gut. 😉 …..HIhihi……“von einem blitzschnell wirkenden Virus schachmatt gesetzt….“ herrlich!!! 😀 Danke noch mal für deine Mühe.
    Liebe Grüße Dundee

  2. Pola schreibt:

    Danke schön für Dein tollen Bericht..ich war auch da und habe das gleiche empfunden..bei RHCP war ich bissen enttäuscht(die haben mir zu viel instrumental gespielt),aber vielleicht liegt daran das ich super begeistet von Placebo war und immer noch bin.Gruss

  3. kitz schreibt:

    Hallo liebe Luzie, also ich habe richtig mitgelitten. Wir hatten Glück und vom Regen nichts mitbekommen, dafür haben wir den halben Auftritt von Kraftklub verpasst, weil die S-Bahn festsaß 😦 die Jungs fand ich übrigens auch super. Bosshoss kamen sehr arogant rüber. Was soll das…? mit dem Publikum nur englisch zu srechen. Jan Delay hat die Menge dann wieder mitgerissen. Ja und dann bekam ich auch einen mächtigen Schreck als die Lautsprecher zickten und die Videowände flackerten. Naja….jetzt hätte ich ja gewußt wer für das Unglück verantwortlich gewesen wäre 😉 Placebo waren dann aber wirklich richtig gut, sowie Brians Stimme und Laune. Bei den RHCP hatte ich auch den Eindruck, dass bei Brian & Co die Stimmung in der Arena besser war……aber ok?? Jedenfalls war es wieder eine Freude deinen „Erlebnisbericht“ zu lesen 🙂 Lieben Gruß

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