Stefan Olsdal

Stefan Alexander Bo Olsdal wurde am 31. März 1974 in Göteborg geboren. Sein Vater arbeitete wie Brians Papa als Banker und zog mit seiner Familie eines Tages nach Luxemburg, wo Stef dieselbe Schule wie Brian besuchte, die International School of Luxemburg. Die beiden Jungs hatten jedoch aufgrund ihrer unterschiedlichen Interessen kaum Kontakt miteinander. Stef gehörte zu den sehr sportlichen Schülern und der Hüne war ein wertvolles Mitglied des Basketball-Teams der Schule, während Brian sich für Sport gar nicht begeistern konnte. Der Schwede war beliebt bei seinen Mitschülern, während Brian nach seinen eigenen Aussagen der leicht arrogante Freak war, mit dem die meisten nichts zu tun haben wollten. Die Liebe für die Musik existierte bei beiden, aber da Brian und Stef völlig unterschiedliche Arten von Musik bevorzugten, kamen sie sich auch auf diesem Weg nicht näher. Stef hatte einerseits eine Schwäche für Heavy Metal und hörte Bands wie Iron Maiden und Metallica, mochte aber auch Discopop von Abba sowie Depeche Mode.

Stef spielte bereits als Jugendlicher verschiedene Instrumente. Die erste Erfahrung als Musiker sammelte er 1987 als Schlagzeuger des Schulorchesters, allerdings lag es ihm nicht so sehr, im hinteren Bereich der Bühne eher unbemerkt seiner musikalischen Tätigkeit nachzugehen. Sein Platz sollte, auch wenn er den Eindruck erweckt, eher ein ruhiger und zurückhaltender Mensch zu sein, der Frontbereich der Bühne sein. Deshalb begann er relativ zeitgleich das Bass- und Klavierspielen zu lernen.

Mit dem Schulabschluss in der Tasche zog Stef nach London, um Musik zu studieren. Ein zufälliges Zusammentreffen mit Brian in der Londoner U-Bahn-Station South Kensington 1994 führte dazu, dass Stef als Gast bei einem Konzert von Brian und Steve Hewitt das musikalische Talent seines Bekannten aus Luxemburg erkannte und so begeistert war, dass er direkt nach dem Gig fragte, ob er als Bassist der Gruppe beitreten könnte. Die beiden hatten also doch mehr gemeinsam, als Jahre zuvor angenommen, und bilden zweifelsohne das Herz der Band.

Stef bekennt sich seit 1997 offen zu seiner Homosexualität und wirbt auf der Bühne gelegentlich für Toleranz in Sachen Sexualität, beispielsweise wenn er mit nacktem Oberkörper spielt und sich vorher die Worte „Homo“ oder „Rock und schwul“ auf die Brust hat schreiben lassen. Auch Bandkollege Brian lässt sich problemlos gewinnen, um gemeinsam ein Zeichen gegen Homophobie und Diskriminierung zu setzen. Bestes Beispiel hierfür ist der saftige Kuss, den Brian und Stef sich bei ihrem Konzert in Litauen am 31.05.2007 gaben.